Projektmanager/-in (w/m/d) für das Nationale Obduktionsnetzwerk (NATON)
Im Institut für Pathologie -AG Nephropathologie/ Boor- besetzen wir eine Stelle als
Einsatzort: Institut für Pathologie -Lehr- und Forschungsgebiet Translationale Nephropathologie-
Arbeitszeit: 100% der vollen tariflich vereinbarten Arbeitszeit (zzt. 38,5 Std./W.), mit Möglichkeit zum Homeoffice
Befristung: zunächst unter Berücksichtigung des WissZeitVG für 1 Jahr, mit Option auf Verlängerung
Einstieg: zum nächstmöglichen Zeitpunkt
Vergütung: EG 13 (TV-L)
Über NATON:
Obduktionen gelten seit langem als der Goldstandard für die Qualitätssicherung in der Medizin. Die COVID-19-Pandemie hat erneut die Bedeutung von Obduktionen für das Verständnis von Pathophysiologie, Therapien und Krankheitsbewältigung verdeutlicht, wodurch der Aufbau eines Nationalen Obduktionsnetzwerk (NATON, www.naton.network) ermöglicht wurde. NATON ist eine nachhaltige Infrastruktur für obduktionsbasierte Forschung innerhalb des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM). Ziel ist die Bereitstellung einer Daten- und Methodenplattform, die die Zusammenarbeit zwischen Pathologie, Neuropathologie und Rechtsmedizin fördert. Die Struktur unterstützt eine rasche Rückkopplung zwischen Forschung, Patientenversorgung und Pandemiemanagement.
In der Datenplattform NAREG (Nationales Obduktionsregister) werden deutschlandweit, aber auch von ersten internationalen Zentren, elektronische Obduktionsdaten in einem eCRF (electronic case report form) gesammelt. Damit trägt es wesentlich zum Verständnis von Erkrankungen mit letalem Ausgang bei. Es bietet einen modularen Aufbau und ist skalierbar, weswegen es für alle letalen Anwendungsfälle konzipiert und damit für ein breites Spektrum medizinischer Fragestellungen nutzbar ist.
NAREG dient als Schnittstelle für Forschungsprojekte und ist der zentrale Ansprechpartner für Auswertungen und Datenmeldungen an Fachgesellschaften und Institutionen wie das Robert-Koch-Institut (RKI) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI). NATON hat bereits zahlreiche Forschungsprojekte unterstützt, wodurch über 190 Publikationen in renommierten Fachzeitschriften wie Cell oder dem New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden. Darüber hinaus steht NATON in kontinuierlichem Austausch mit allen obduktionsbezogenen Fachgesellschaften, der Politik und Entscheidungsträgern des öffentlichen Gesundheitswesens, wodurch Gesetzesbeschlüsse angepasst und neue Forschungsansätze initiiert werden konnten. Es gilt als größtes multizentrisches Obduktionsforschungsvorhaben weltweit mit über 40 teilnehmenden Zentren und über 2500 Obduktionsdaten bzw. über 65.000 Informationen zu postmortalen Proben im Register.
NATON ist ein Verbundforschungsprojekt im NUM mit mittlerweile vier Koordinatorinnen/Koordinatoren aus Aachen (durch Prof. Boor), Hamburg, Berlin und Augsburg. Das Register NAREG wird federführend in Aachen unter wissenschaftlich-medizinischer Leitung von Herrn Prof. Boor (Institut für Pathologie) und technischer Leitung von Herrn Prof. Röhrig (Institut für medizinische Informatik) geleitet.
Wir bieten…
- 30 Tage Urlaub/Jahr
- Mitarbeitende werben Mitarbeitende für verschiedene Berufsgruppen / Prämie von 3.000 Euro
- Überdurchschnittliche betriebliche Altersversorgung der VBL
- Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
- Entspannter Arbeitsweg - vergünstigtes ÖPNV-Ticket oder Parkplatz sowie Möglichkeit der Teilnahme an der GoFlux App
- Familienfreundliche Unternehmenskultur (Betriebskindergarten, Ferienfreizeiten für Kids und ein Familienservicebüro)
- Eine Onboarding-App für neue Mitarbeitende
- Verlängerte Öffnungszeiten unseres Personalrestaurants
- Fit & Gesund - von Gesundheitsförderung bis Hochschulsport – wir haben alles für Sie
Ihre Aufgaben
Ziel ist es, das Nationale Obduktionsnetzwerk (NATON) und das Nationale Obduktionsregister (NAREG) organisatorisch, kommunikativ und strukturell zu koordinieren und weiterzuentwickeln, um eine effiziente, vernetzte und forschungsstarke Infrastruktur für obduktionsbasierte Medizin zu gewährleisten.
- Koordination und Weiterentwicklung von NATON und NAREG in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerinnen/Partnern und Stakeholdern
- Unterstützung bei der Entwicklung neuer Strukturen, insbesondere im Bereich der digitalen Pathologie und der Integration in das öffentliche Gesundheitswesen (z.B. RKI, PEI)
- Mitarbeit im größten Forschungsverbund der deutschen Universitätsmedizin (NUM)
- Eigenständige Erstellung von Berichten, Publikationen, Präsentationen und Meldungen
- Zentrale Kommunikationsschnittstelle zwischen allen Beteiligten
- Unterstützung von über 40 Zentren, u.a. bei regulatorischen Einreichungen (Ethikkommissionen, Behörden)
- Öffentlichkeitsarbeit, inkl. Pflege der Webseite und Social Media
Ihr Profil
- Abgeschlossenes Masterstudium in Life Sciences, Medizin, Gesundheitsökonomie oder einem vergleichbaren Bereich
- Deutsch und Englisch fließend in Wort und Schrift (Level C1)
- Sicherer Umgang mit MS Office und Datenbankanwendungen
- Wünschenswert:
- Erfahrung im Projektmanagement und/oder in klinischen Studien, insbesondere Registerstudien
- Kenntnisse von ICH-GCP und geltenden regulatorischen Anforderungen
- Erfahrungen im Qualitätsmanagement
- Strukturierte, selbstständige und teamorientierte Arbeitsweise mit ausgeprägtem Kommunikationsgeschick
- Hohe Motivation, das Projekt aktiv mitzugestalten und sich in neue Aufgabenfelder einzuarbeiten
Bewerbungsverfahren:
Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung über unser Bewerbungsportal unter Angabe von GB-P-54519 ein. Die Bewerbungsfrist endet am 31.03.2026.
Kontakt:
Uniklinik RWTH Aachen, Institut für Pathologie -Lehr- und Forschungsgebiet Translationale Nephropathologie-, Leiter Herr Univ.-Prof. Dr. med. Peter Boor, PhD, Pauwelsstraße 30, 52074 Aachen.
Bei Fragen steht Ihnen Herr Univ.-Prof. Dr. med. Peter Boor, PhD gerne zur Verfügung.
E-Mail: pboor@ukaachen.de
Telefon: +49 (0)241 80 85227
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
Diese Stellenausschreibung richtet sich an alle Geschlechter.
Die Uniklinik RWTH Aachen fördert Chancengerechtigkeit und Vielfalt. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht und werden nach Maßgabe des LGG bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbungen schwerbehinderter Menschen sind uns willkommen und werden bei gleicher Eignung vorrangig berücksichtigt.
Eine Beschäftigung unterhalb der oben angegebenen Wochenarbeitszeit ist grundsätzlich möglich.
Für Ihre Bewerbung nutzen Sie bitte unser digitales Bewerbungsportal. Wählen Sie Ihre „Wunschstelle“ unter www.ukaachen.de unter „Stellenmarkt“ aus. Klicken Sie auf den grünen Button „Jetzt bewerben“ und geben Sie Ihre Unterlagen elektronisch ab. Bewerbungen, die uns per E-Mail an: bewerbung@ukaachen.de erreichen, werden von uns in das v. g. Portal überführt. Mit der Übersendung per E-Mail stimmen Sie einer Überführung in das Portal zu.